Wer kontrolliert Ihre KI-Daten? Digitale Souveränität im Unternehmensalltag

96 Prozent der deutschen Unternehmen beziehen digitale Technologien aus dem Ausland. 89 Prozent davon fühlen sich davon abhängig. Und mit jedem KI-System, das in Betrieb genommen wird, wächst die Frage, die viele Entscheider beschäftigt: Wer hat eigentlich die Kontrolle über unsere Daten?.

Die Lage: Europas digitale Abhängigkeit in Zahlen

Deutschland ist eine der stärksten Industrienationen der Welt. Doch die Software, die die Industrieproduktion steuert, die Cloud, in der die Daten liegen, und die KI-Systeme, die zunehmend operative Entscheidungen treffen, kommen überwiegend von außen. Fast alle Unternehmen in Deutschland, genauer gesagt 96 Prozent, beziehen digitale Technologien oder Services aus dem Ausland. Von diesen Unternehmen fühlen sich 89 Prozent davon abhängig, mehr als die Hälfte sogar stark abhängig.

Das ist keine neue Erkenntnis. Aber sie bekommt durch zwei Entwicklungen eine neue Qualität. Erstens wächst die Abhängigkeit weiter, statt zu sinken. Mehr als 60 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft nehmen in mindestens einem von acht abgefragten Technologiefeldern eine starke Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern wahr. Im Verarbeitenden Gewerbe gilt das für fast die Hälfte aller Unternehmen. Zweitens verändert Künstliche Intelligenz die Risikolage grundlegend. Wer KI einsetzt, gibt nicht nur Technologie ein, sondern übergibt Wissen, Prozesse und Entscheidungslogik an externe Systeme. Die Frage lautet dann nicht mehr nur: Wo liegen meine Daten? Sondern: Wer lernt daraus?

octonomy — Technologische Abhängigkeit 2025
ZEW Forschungsergebnisse

Anteil der Unternehmen, die je Technologiefeld eine starke Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern/Partnern wahrnehmen

Legende 2025 2024 2021
Informationswirtschaft
Software/Anwendungen
47
36
33
47 %Software/Anwendungen2025: 47 % · 2024: 36 % · 2021: 33 %
Generative KI wie ChatGPT
36
30
36 %Generative KI wie ChatGPT2025: 36 % · 2024: 30 %
KI ohne generative KI
26
22
26 %KI ohne generative KI2025: 26 % · 2021: 22 %
Hardware/Infrastruktur
29
27
32
29 %Hardware/Infrastruktur2025: 29 % · 2024: 27 % · 2021: 32 %
IT-Sicherheitstechnologien
27
25
22
27 %IT-Sicherheitstechnologien2025: 27 % · 2024: 25 % · 2021: 22 %
Cloud-Infrastruktur
24
23
24 %Cloud-Infrastruktur2025: 24 % · 2024: 23 %
Digitale Plattformen
24
20
20
24 %Digitale Plattformen2025: 24 % · 2024: 20 % · 2021: 20 %
Zugriff/Verarb. eigener Daten
13
11
12
13 %Zugriff auf/Verarbeitung eigener Daten2025: 13 % · 2024: 11 % · 2021: 12 %
KI allgemein (nur 2021)
12
12 %KI allgemein (nur 2021)2021: 12 %
01020304050
Verarbeitendes Gewerbe
Software/Anwendungen
31
28
25
31 %Software/Anwendungen2025: 31 % · 2024: 28 % · 2021: 25 %
Generative KI wie ChatGPT
26
20
26 %Generative KI wie ChatGPT2025: 26 % · 2024: 20 %
KI ohne generative KI
20
18
20 %KI ohne generative KI2025: 20 % · 2021: 18 %
Hardware/Infrastruktur
20
23
28
20 %Hardware/Infrastruktur2025: 20 % · 2024: 23 % · 2021: 28 %
IT-Sicherheitstechnologien
19
16
20
19 %IT-Sicherheitstechnologien2025: 19 % · 2024: 16 % · 2021: 20 %
Cloud-Infrastruktur
18
12
18 %Cloud-Infrastruktur2025: 18 % · 2024: 12 %
Digitale Plattformen
17
9
16
17 %Digitale Plattformen2025: 17 % · 2024: 9 % · 2021: 16 %
Zugriff/Verarb. eigener Daten
13
10
7
13 %Zugriff auf/Verarbeitung eigener Daten2025: 13 % · 2024: 10 % · 2021: 7 %
KI allgemein (nur 2021)
13
13 %KI allgemein (nur 2021)2021: 13 %
01020304050
Lesehilfe: 36 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft geben in der Befragung im Jahr 2025 an, sehr abhängig von nicht-europäischen Anbietern/Partnern im Bereich generative KI wie ChatGPT zu sein.
Quelle: ZEW-Konjunkturumfrage Informationswirtschaft, September 2025.

Was digitale Souveränität wirklich bedeutet

Der Begriff klingt politisch, ist aber ein operatives Konzept. Die Bundesregierung definiert digitale Souveränität als die Fähigkeit, die digitale Transformation mit Blick auf Hardware, Software, Dienstleistungen und Kompetenzen selbstbestimmt zu gestalten. Für Unternehmen heißt das konkret: selbst entscheiden zu können, in welche Abhängigkeiten man eingeht und welche man vermeidet.

In der Praxis scheitert genau das häufig. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil europäische Alternativen fehlen. Das ist der meistgenannte Grund, den Unternehmen für ihre bestehenden Abhängigkeiten angeben: 82 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft berichten, dass es schlicht keine vergleichbaren europäischen Angebote gibt. Weitere drei Viertel sehen die technologische Überlegenheit der außereuropäischen Anbieter als entscheidenden Faktor. Und immer häufiger spielen auch Lock-in-Effekte eine Rolle: 58 Prozent der Unternehmen nennen hohe technologische Wechselhürden als Abhängigkeitsgrund, doppelt so viele wie noch 2021.

Im Bereich KI hat sich die Lage in kurzer Zeit deutlich verschärft. Bei Software und Anwendungen fühlen sich 47 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft und 31 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe stark abhängig von nicht-europäischen Anbietern. Im Bereich generativer KI, also Systemen wie ChatGPT, liegt der Anteil mit starker Abhängigkeit bei 36 Prozent in der Informationswirtschaft und rund 25 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe. In beiden Branchen ist dieser Wert gegenüber 2024 um jeweils sechs Prozentpunkte gestiegen. Zum Vergleich: 2021 berichteten lediglich 12 Prozent der Unternehmen von starken KI-Abhängigkeiten. Die Ausbreitung von KI-Systemen und die Abhängigkeit von deren Anbietern wachsen in etwa gleich schnell.

Besonders ausgeprägt ist die Abhängigkeit bei großen Unternehmen. In der Informationswirtschaft fühlen sich 74 Prozent der Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten in mindestens einem Technologiefeld stark abhängig, gegenüber 66 Prozent bei mittelgroßen und 60 Prozent bei kleinen Unternehmen. Im Verarbeitenden Gewerbe reicht die Spanne von 44 Prozent bei kleinen bis 63 Prozent bei großen Unternehmen.

octonomy — Technologische Abhängigkeit Gesamt 2025
ZEW Forschungsergebnisse

Anteil der Unternehmen mit starker Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern/Partnern in mindestens einem Technologiefeld

Informationswirtschaft
GESAMT
62
62 %Informationswirtschaft gesamtStarke Abhängigkeit in mind. einem Technologiefeld
nach Größe:
5–19 Beschäftigte
60
60 %5–19 BeschäftigteKleinstunternehmen zeigen hohe Abhängigkeit
20–99 Beschäftigte
66
66 %20–99 BeschäftigteÜberdurchschnittliche Abhängigkeit
≥ 100 Beschäftigte
74
74 %≥ 100 BeschäftigteGrößere Unternehmen am stärksten betroffen
nach Teilbranche:
IKT-Branche
72
72 %IKT-Branche gesamtHohe Abhängigkeit bei Hardware und Dienstleistern
dav. IKT-Dienstleister
71
71 %IKT-DienstleisterStarke Abhängigkeit bei Software, Cloud und KI
dav. IKT-Hardware
75
75 %IKT-HardwareHöchster Wert; Chips nahezu vollständig außerhalb Europas produziert
Mediendienstleister
72
72 %MediendienstleisterHohe Abhängigkeit bei Plattformen und Cloud
Wissensint. Dienstleister
58
58 %Wissensintensive DienstleisterNiedrigster Wert in der Informationswirtschaft
020406080
Verarbeitendes Gewerbe
GESAMT
46
46 %Verarbeitendes Gewerbe gesamtStarke Abhängigkeit in mind. einem Technologiefeld
nach Größe:
5–19 Beschäftigte
44
44 %5–19 BeschäftigteKleinere Betriebe mit bedeutender Abhängigkeit
20–99 Beschäftigte
43
43 %20–99 BeschäftigteNiedrigster Wert nach Größenklasse
≥ 100 Beschäftigte
63
63 %≥ 100 BeschäftigteGroßbetriebe mit deutlich höherer Abhängigkeit
nach Teilbranche:
Chemie/Pharma
57
57 %Chemie/PharmaHöchster Wert im Verarbeitenden Gewerbe
Maschinenbau
56
56 %MaschinenbauSteuerungssoftware überwiegend von außereuropäischen Anbietern
Fahrzeugbau
51
51 %FahrzeugbauAbhängigkeit bei Halbleitern und Embedded Software
Sonstiges VG
44
44 %Sonstiges Verarbeitendes GewerbeNiedrigster Wert im Verarbeitenden Gewerbe
020406080
Lesehilfe: 62 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft geben an, dass sie sich in mindestens einem der acht abgefragten Technologiefelder stark abhängig von nicht-europäischen Anbietern/Partnern fühlen.
Quelle: ZEW-Konjunkturumfrage Informationswirtschaft, September 2025.

Der EU AI Act: Was sich für Unternehmen ändert

Im Jahr 2024 hat die EU das weltweit erste umfassende KI-Gesetz verabschiedet. Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) ist seit August 2024 in Kraft. Er ist die erste umfassende gesetzliche Regulierung für Künstliche Intelligenz weltweit und gilt für alle Unternehmen, die KI-Systeme in der EU einsetzen oder in Verkehr bringen, unabhängig davon, wo sie ihren Sitz haben.

Das Gesetz stuft KI-Anwendungen nach ihrem Risikopotenzial ein. Hochrisiko-KI-Systeme unterliegen strengen Anforderungen an Transparenz, Dokumentation und Prüfbarkeit. Darüber hinaus adressiert der EU AI Act explizit KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck sowie Modelle mit systemischem Risiko.

Das Gesetz greift nicht an einem einzigen Datum, sondern schrittweise. Seit Februar 2025 müssen Unternehmen sicherstellen, dass die Menschen, die mit KI-Systemen arbeiten, verstehen, was das System tut und wo seine Grenzen liegen. Der Gesetzgeber nennt das KI-Kompetenz, geregelt in Art. 4. Ab August 2025 gelten schärfere Anforderungen für Anbieter sogenannter GPAI-Modelle, also KI-Systeme mit allgemeinem Verwendungszweck, wie sie typischerweise im Kundenservice und im technischen Support eingesetzt werden. Der größte Teil der Verordnung gilt ab August 2026. Hier finden Sie weitere Informationen: Zeitplan für die Umsetzung der KI-Verordnung.

Die EU-Kommission stellt in ihrem „State of the Digital Decade 2025″-Bericht fest, dass Deutschland bei der tatsächlichen KI-Nutzung in Unternehmen deutlich hinter den eigenen Zielen zurückbleibt. Knapp 20 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen KI aktiv, gegenüber einem EU-Zielwert von 75 Prozent bis 2030. Für die meisten deutschen Unternehmen beginnt die Auseinandersetzung mit Compliance und Datenkontrolle im KI-Kontext also gerade erst.

octonomy — Digital Decade KPI 2025
Short Country Reports 2025

Digital Decade KPI — Deutschland & EU im Vergleich 2025

Digital Decade KPI (1) Germany EU Digital Decade target by 2030
DESI 2024
(year 2023)
DESI 2025
(year 2024)
Annual
progress
National
trajectory
2024 (3)
DESI 2025Annual
progress
DEEU
Fixed Very High-Capacity Network (VHCN) coverage
VHCN CoverageAnteil der Haushalte mit Anschluss an ein sehr hochleistungsfähiges Festnetz (z.B. FTTP oder HFC mit DOCSIS 3.1)
74.7%77.4%3.5%-82.5%4.9%100.0%100%
Fibre to the Premises (FTTP) coverage
FTTP CoverageAnteil der Haushalte mit direktem Glasfaseranschluss. Deutschland liegt deutlich unter dem EU-Schnitt von 69.2 %.
29.8%36.8%23.4%-69.2%8.4%100.0%-
Overall 5G coverage
5G-VersorgungAnteil der bevölkerten Gebiete mit 5G-Versorgung. Deutschland nah am Ziel (99.1 % von 100 %).
98.1%99.1%0.9%-94.3%5.9%100.0%100%
Edge Nodes (estimate)
Edge NodesGeschätzte Anzahl kommerzieller Edge-Computing-Knoten. EU-Gesamtziel: 10.000 Knoten bis 2030.
35865282.1%-225790.5%-10000
SMEs with at least a basic level of digital intensity (2)
KMU-DigitalintensitätKMU mit mindestens grundlegendem digitalem Intensitätsgrad (DII v4).
-79.9%1.6%-72.9%2.8%91.0%90%
Cloud
Cloud-NutzungAnteil der Unternehmen, die Cloud-Dienste nutzen. EU-Ziel: 75 % bis 2030.
38.5%------75%
Artificial Intelligence
KI-EinsatzStärkster Anstieg aller KPIs (+71 % DE, +67.2 % EU). EU-Ziel: 75 % bis 2030.
11.6%19.8%71.0%-13.5%67.2%-75%
Data analytics
DatenanalyseAnteil der Unternehmen, die Big-Data-Analysen durchführen.
37.1%------75%
AI or Cloud or Data analytics
AI oder Cloud oder Data AnalyticsAnteil der Unternehmen, die mindestens eine dieser drei Technologien nutzen.
58.0%------75%
Unicorns
Unicorn-UnternehmenAnzahl der Unternehmen mit einer Bewertung über 1 Mrd. USD. EU-Ziel: 500 bis 2030.
67693.0%-2864.4%-500
At least basic digital skills
Grundlegende DigitalkompetenzenAnteil der Bevölkerung mit mindestens grundlegenden digitalen Kompetenzen. DE-Ziel: 80 %.
52.2%-----80.0%80%
ICT specialists
IKT-FachkräfteAnteil der IKT-Spezialisten an der Gesamtbeschäftigung. DE und EU noch unter dem Ziel ~10 %.
4.9%5.3%8.2%4.9%5.0%4.2%5.3%~10%
eID scheme notification
eID-NotifizierungNotifizierung des nationalen eID-Systems gemäß eIDAS. Deutschland hat den Status erfüllt.
-Yes------
Digital public services for citizens
Digitale Dienste für BürgerinnenDESI-Teilindex (0–100). Deutschland (78.9) liegt unter dem EU-Schnitt (82.3).
75.878.94.1%75.882.33.6%100.0100
Digital public services for businesses
Digitale Dienste für UnternehmenDESI-Teilindex (0–100). Einziger negativer Jahresfortschritt in Deutschland (-1.4 %).
78.677.5-1.4%78.686.20.9%100.0100
Access to e-Health records
Elektronische GesundheitsdatenAnteil der Bevölkerung mit Zugang zu eHealth-Daten. Deutschland hat das Ziel (100.0) bereits erreicht.
87.087.00.0%100.082.74.5%100.0100
Fixed Very High-Capacity Network (VHCN) coverage
DESI 202474.7%
DESI 202577.4%
Annual progress3.5%
DESI 202582.5%
Annual progress4.9%
DE100.0%
EU100%
Fibre to the Premises (FTTP) coverage
DESI 202429.8%
DESI 202536.8%
Annual progress23.4%
DESI 202569.2%
Annual progress8.4%
DE100.0%
EU-
Overall 5G coverage
DESI 202498.1%
DESI 202599.1%
Annual progress0.9%
DESI 202594.3%
Annual progress5.9%
DE100.0%
EU100%
Edge Nodes (estimate)
DESI 2024358
DESI 2025652
Annual progress82.1%
DESI 20252257
Annual progress90.5%
EU10,000
SMEs with at least a basic level of digital intensity
DESI 202579.9%
Annual progress1.6%
DESI 202572.9%
Annual progress2.8%
DE91.0%
EU90%
Artificial Intelligence
DESI 202411.6%
DESI 202519.8%
Annual progress71.0%
DESI 202513.5%
Annual progress67.2%
EU75%
Cloud / Data analytics / AI or Cloud or Data analytics
Cloud38.5%
Data analytics37.1%
AI or Cloud or Data analytics58.0%
Alle drei75%
Unicorns
DESI 202467
DESI 202569
Annual progress3.0%
DESI 2025286
Annual progress4.4%
EU500
At least basic digital skills
DESI 202452.2%
DE80.0%
EU80%
ICT specialists
DESI 20244.9%
DESI 20255.3%
Annual progress8.2%
National trajectory4.9%
DESI 20255.0%
Annual progress4.2%
DE5.3%
EU~10%
eID scheme notification
StatusYes ✓
Digital public services for citizens
DESI 202475.8
DESI 202578.9
Annual progress4.1%
National trajectory75.8
DESI 202582.3
Annual progress3.6%
DE / EU100
Digital public services for businesses
DESI 202478.6
DESI 202577.5
Annual progress-1.4%
National trajectory78.6
DESI 202586.2
Annual progress0.9%
DE / EU100
Access to e-Health records
DESI 202487.0
DESI 202587.0
Annual progress0.0%
National trajectory100.0 ✓
DESI 202582.7
Annual progress4.5%
DE / EU100
(1) See the methodological note for the description of the indicators and other metrics. (2) DESI 2025 reports version 4 of the Digital Intensity Index, comparable with the DII value from DESI 2023 (year 2022) for the calculation of annual progress. It is not comparable to the national trajectory, which is based on version 3 of the index. (3) National trajectory value if present in the national roadmap and if the indicator was measured in DESI 2025 (year 2024).

Das eigentliche Problem: Bewusstsein ohne Konsequenz

78 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft halten digitale Souveränität für hoch oder sehr hoch bedeutsam für den langfristigen Erfolg der deutschen Wirtschaft. Nur 17 Prozent der betroffenen Unternehmen planen in den nächsten drei Jahren konkrete Maßnahmen zur Reduzierung ihrer Abhängigkeiten.

Diese Lücke zwischen Einschätzung und Handeln ist das zentrale Problem. Es fehlt nicht an Verständnis für die Lage, sondern an konkreten Entscheidungsgrundlagen. Wer KI-Systeme beschafft, stellt meist funktionale Fragen: Was kann das System? Wie lange dauert die Implementierung? Was kostet es? Fragen zur Datenkontrolle, zur Modellarchitektur und zur Compliance-Fähigkeit kommen oft zu spät, wenn vertragliche Bindungen bereits bestehen.

Wer das ändern will, sollte drei Fragen zum festen Bestandteil jeder KI-Evaluation machen: Wo werden die Daten meines Unternehmens verarbeitet und gespeichert? Fließen meine Daten in das Training von Modellen ein? Kann ich die Entscheidungen des Systems im Bedarfsfall nachvollziehen und dokumentieren? Die Antworten auf diese Fragen bestimmen, ob ein Unternehmen tatsächlich die Kontrolle behält, oder nur glaubt, sie zu haben.

octonomy — Gründe für Technologieabhängigkeit
ZEW Forschungsergebnisse

Gründe für bestehende Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern/Partnern
(Anteil an Unternehmen mit bestehenden Abhängigkeiten in Prozent)

Legende Informationswirtschaft Verarbeitendes Gewerbe
2024
2021
Keine europäischen Alternativen
82
70
72
76
Keine europäischen Alternativen
IW 202482 %
VG 202470 %

IW 202172 %
VG 202176 %
Technologische Überlegenheit des Anbieters
76
74
62
65
Technologische Überlegenheit
IW 202476 %
VG 202474 %

IW 202162 %
VG 202165 %
Hohe Wechselhürden (Lock-in Effekt)
58
51
29
32
Hohe Wechselhürden (Lock-in)
IW 202458 %
VG 202451 %

IW 202129 %
VG 202132 %
Kurzfristige Verfügbarkeit / Zeitdruck
42
42
19
15
Kurzfristige Verfügbarkeit
IW 202442 %
VG 202442 %

IW 202119 %
VG 202115 %
Kostenvorteile
35
36
29
28
Kostenvorteile
IW 202435 %
VG 202436 %

IW 202129 %
VG 202128 %
Mangelnde interne Kompetenzen
30
40
8
14
Mangelnde interne Kompetenzen
IW 202430 %
VG 202440 %

IW 20218 %
VG 202114 %
Fachkräftemangel
26
35
9
4
Fachkräftemangel
IW 202426 %
VG 202435 %

IW 20219 %
VG 20214 %
Lesehilfe: 8 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft sahen im Jahr 2021 Kostenvorteile als Grund für bestehende Abhängigkeiten von nicht-europäischen Anbietern/Partnern.
Quelle: ZEW-Konjunkturumfrage Informationswirtschaft, 2. Quartal 2024.

Digitale Souveränität bei octonomy: So ist die Plattform gebaut

Data sovereignty is really top of mind of many C-level executives when it comes to AI. No one wants their intellectual property to end up in large language models. That’s why we take extra care to make sure your data stays your data.“

Oliver Trabert

CTO | octonomy AI GmbH

Dieser Anspruch beginnt bei der Infrastruktur. octonomy wurde in Deutschland entwickelt und wird in Deutschland gehostet. Alle KI-Modelle laufen auf AWS Frankfurt, innerhalb der EU und unter europäischem Recht. Kundendaten verlassen diesen Rechtsraum zu keinem Zeitpunkt. Jeder Kunde bekommt eine eigene, vollständig isolierte Infrastrukturinstanz mit einem kundenspezifischen Verschlüsselungsschlüssel auf AES-256-Basis. Was verschiedene Mandanten einbringen, kommt nie in Berührung. Alle Daten in Transit laufen über TLS/SSL-verschlüsselte Verbindungen. Nach Abschluss einer Konversation oder eines Prozessschritts werden temporäre Daten vollständig verworfen.

Besonders wichtig ist, was octonomy explizit nicht tut. Die Plattform trainiert ihre Modelle zu keinem Zeitpunkt auf Kundendaten und gibt diese auch für keine anderen Zwecke weiter. Firmenwissen, technische Dokumentationen und Prozessdaten bleiben vollständig im Kontext des jeweiligen Unternehmens.
Auch auf Zugriffsebene folgt die Plattform diesem Prinzip konsequent. Drei Rollen, Administration, Analytics-Zugriff und End-User, lassen sich flexibel kombinieren. Die Zugriffsrechte eines Nutzers werden per pass-through direkt an den KI-Agenten weitergegeben: Der Agent sieht ausschließlich das, wofür der jeweilige Nutzer berechtigt ist. Die KI bewegt sich damit innerhalb der Berechtigungsstruktur des Unternehmens, nicht daran vorbei.

octonomy — Datenschutz garantiert
Kein Training durch KI-Interaktionen – Datenschutz garantiert
Eine oft angenommene Unsicherheit besteht in der Annahme, dass KI kontinuierlich aus Interaktionen lernt. Dies ist explizit in der octonomy KI-Lösung nicht der Fall. Organisationsspezifische Daten werden transient der KI zur Beantwortung zur Verfügung gestellt, darüber hinaus nicht ausgewertet.
Wissensbasis der KI Basierend auf ausgewählten Daten der Use Cases
Verschlüsselte Speicherung Kundenspezifischer Verschlüsselungsschlüssel mit AES-256
Transiente Verarbeitung Temporärer Zugriff nur für aktuelle Anfrage
Sichere Ausgabe Verschlüsselte Antwort ohne Datenspeicherung
Keine DatenweitergabeWeder für KI-Training noch für andere Zwecke werden Daten weitergegeben oder extern gespeichert.
Temporäre DatenverarbeitungNach Abschluss der Konversation oder des Prozessschrittes werden alle temporären Daten verworfen.
Vertragliche ZusicherungRechtlich verbindliche Garantie der Datenschutzkonformität und Einhaltung des EU AI Acts.
TLS/SSL VerschlüsselungAlle Daten in Transit werden durch TLS/SSL-Verschlüsselung höchster Standards geschützt.

Alle KI-Entscheidungen sind vollständig nachvollziehbar und protokollierbar. Das erfüllt direkt die Transparenz- und Dokumentationsanforderungen des EU AI Act, ohne dass Unternehmen dafür zusätzliche Prozesse aufbauen müssen. Die Plattform ist nach ISO 27001, ISO 27017 und ISO 9001 zertifiziert, SOC2-konform, DSGVO-konform und EU AI Act-konform. Der Zugang ist über Single Sign-On und Multi-Faktor-Authentifizierung abgesichert.

Veröffentlicht am 17. Juni 2026 von

Valeriia Levchuk

Bereit zur Transformation? Sprechen Sie mit unseren KI-Experten über Ihr Potenzial!

Bereit zur Transformation? Sprechen Sie mit unseren KI-Experten über Ihr Potenzial!

Tauschen Sie sich unverbindlich mit einem KI-Experten aus und erhalten Sie Einblicke, wie andere Unternehmen Ihre Produktivität mit octonomy steigern konnten.